TOUCH + I PLAY D(E)AD | SEBASTIAN WEBER DANCE COMPANY + WAGNER MOREIRA

Der Sächsische Tanzpreis 2019 ging an die beiden Künstler Sebastian Weber und Wagner Moreira. Beide Preisträger präsentieren wir an einem Abend im LOFFT. Die Sebastian Weber Dance Company zeigt ihr Kurzstück TOUCH. Wagner Moreira, ausgezeichnet mit dem URSULA-CAIN-FÖRDERPREIS, zeigt das Gewinnerstück I PLAY D(E)AD.

LOFFT – DAS THEATER, SAAL – 04.04.2020, 20:00 Uhr
LOFFT – DAS THEATER, SAAL – 05.04.2020, 18:00 Uhr

TOUCH von SEBASTIAN WEBER DANCE COMPANY (LEIPZIG)
Berührung ist machtvoll. Sie heilt Kranke und beruhigt Gestresste. Sie lässt Kinder schneller wachsen und macht Testpersonen ehrlicher, spendabler und risikofreudiger. TOUCH erforscht Wirkung und Sprache der Berührung in einem feinsinnigen, leisetretenden, neugierigen Duett, das einmal mehr die stilistischen Grenzen des zeitgenössischen Steptanz erweitert.
Denn auch der tap dance ist traditionell frei von Berührung. Echten körperlichen Kontakt wie beim Pas de Deux im Ballett oder beim „Partnering“ im zeitgenössischen Tanz gibt es im Step nicht. Bis jetzt. TOUCH versucht einen Pas de Deux des Steptanz. Transparent, sensibel, hellwach.

TANZ Helen Duffy, Nikolay Kemeny CHOREOGRAFIE+KÜNSTLERISCHE LEITUNG Sebastian Weber CHOREOGRAFISCHE ASSISTENZ Michela Pesce PRODUKTIONSLEITUNG Josepha Vogel FOTOS Jörg Singer. Eine Produktion der Sebastian Weber Dance Company in Kooperation mit LOFFT - DAS THEATER. Koproduziert durch das Hessische Staatsballett in Rahmen der Tanzplattform Rhein Main. Gefördert von der Stadt Leipzig, Kulturamt und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.


I PLAY D(E)AD von WAGNER MOREIRA /C.O.R.E. (DRESDEN)
I PLAY D(E)AD möchte im Tanzen das Sterben lernen, aber nicht ohne das Leben zu feiern. Im Spagat zwischen dem Tod des Vaters und dem eigenen Sterbenlernenwollen eröffnet Wagner Moreiras Solo einen Diskurs über Pietät, die meistens moralisch autoritär in Gesellschaft, Familie, Religion usw. der autarken Entwicklung einer ehrlich empfundenen, individuellen Demut zuvorkommt; Demut gegenüber dem eigenen und ganz generell allen Lebensentwürfen.
Im achtzehnten Jahr des Todes seines Vaters feiert Wagner Moreira 25 Jahre Tanzkarriere und obendrein seinen 40. Geburtstag. Diese Zahlen liefern ihm durch die momentane Koinzidenz den Anlass, um sich genau jetzt in einem Solo dem mitunter selbstauferlegten Tabu des Freitods zu stellen.

KONZEPT+CHOREOGRAFIE+PERFORMANCE Wagner Moreira DRAMATURGIE+KONZEPT Thomas Schütt TECHNISCHE LEITUNG Dirk Wirzbicki PROJEKTLEITUNG Helena Fernandino MENTORIN Gundula Peuthert FOTOS Uwe E. Nimmrichter VIDEO Petros Kolotouros. Eine Produktion von C.O.R.E. _Creating Opportunities of Research and Explorations in Kooperation mit Projekttheater Dresden/Tanzbühne e. V. Gefördert vom Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.