LEIPZIGER BALLETT 2020/21

Im Jahr 2020 blickt das Leipziger Ballett auf zehn Jahre mit Ballettdirektor und Chefchoreograf Mario Schröder zurück. Aus diesem Anlass zeigt das Leipziger Ballett in der Saison 2020/21 eine Wiederaufnahme der Produktion  »Chaplin«, mit der Mario Schröder seinen choreografischen Einstand in Leipzig gegeben hat.

In seiner Uraufführung »Rituale«, die am 3. Oktober 2020 Premiere feiert, treffen zwei unterschiedliche Kulturen aufeinander – die europäische und die japanische, die in der Gegenüberstellung der Musik von Franz Schubert und Tõru Takemitsu ihren Ausdruck finden. Rituale bewegen sich an der Schnittstelle von theatralem, religiösem und alltäglichem Handeln und sind damit eine wesentliche Ausdrucksform der Identität einer Kultur. Das Leipziger Ballett reflektiert hier auch die unterschiedlichen Kulturkreise, aus der die Tänzerinnen und Tänzer der Company kommen.

Im Fokus der zweiten Premiere auf der großen Opernbühne steht am 6. Februar 2021 der Faust-Mythos. Edward Clug, Chef des slowenischen Nationalballetts Maribor, erzählt die Geschichte in Anlehnung an Goethes »Faust. (Der Tragödie Erster Teil)« auf die Musik von Milko Lazar, die eigens für das Leipziger Ballett geschaffen wird. Lazar  zählt zu den renommiertesten slowenischen Komponisten der Gegenwart.

Im Mittelpunkt der dritten Ballettpremiere, für die sich der Vorhang zum ersten Mal am 21. Mai 2021 hebt, steht der berühmte Beatboxer Harry Yeff, in der internationalen Musikszene besser bekannt unter dem Künstlernamen Reeps100. Seine mit Mund, Nase und Rachen erzeugten Rhythmen und Klänge treten in Mario Schröders choreografischer Uraufführung mit dem Titel »fusion« in einen künstlerischen Dialog mit Bewegeung.

Für das ganz junge Publikum wird es zur Weihnachtszeit eine Wiederaufnahme des Ballettabends »Die Märchen der Gebrüder Grimm« geben.