Mozart-Briefe - Ballett von Reiner Feistel

Wolfang Amadeus Mozart wird gerade in seinen Briefen lebendig, die neben seinen musikalischen Werken zu den wichtigsten Zeugnissen des Komponisten gehören. Sie bringen sein mitreißendes und tief empfindendes Wesen zum Ausdruck und geben Einblicke in sein Wirken und Sein. Diese Schriftstücke stellen bereits selbst in ihrer Vielsprachlichkeit, mit ihren Sprachspielen, Reimen oder spiegelverkehrten Formulierungen eigene Kunstwerke dar.
Reiner Feistel, Chefchoreograf des Balletts Chemnitz, taucht bei der neuen Ballettinszenierung tief in den Kosmos dieses Menschen, der stets im Spannungsfeld zwischen Wunderkind und „bereits zu Lebzeiten Vergessenen“ (Volkmar Braunbehrens – Musikwissenschaftler, Mozart-Forscher und Publizist) stand ein, dessen Leben zwischen Not und Heiterkeit changierte und sich immer auch über das Verhältnis zwischen Eros und dem allgegenwärtigen Tod definierte. Feistel holt das gängige Mozartbild vom Podest und lässt Mozart in der damaligen wie auch in unserer heutigen Zeit neu lebendig werden.

Reiner Feistel nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Biografie des Komponisten, lässt seine Anfänge am Salzburger Hof Revue passieren, erlebt seine Reisen mit Schwester und Vater durch ganz Europa nach, zeigt die „Flucht“ aus der Salzburger Enge hinaus nach Wien und scheut sich auch nicht vor dem Blick auf das Ende, welches mit dem Requiem im Zentrum des Abends steht. „Mozart-Briefe“ ist ein Ballettabend über Fragen nach Liebe, Tod und mit einem sehr persönlichen Blick auf den Menschen Wolfgang Amadeus Mozart.

Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Heinrich Ignaz Franz Biber und Steffan Claußner
Premiere: 15. April 2016, 19.30 Uhr im Opernhaus Chemnitz
Choreografie und Inszenierung: Reiner Feistel
Bühne und Kostüme: Martin Rupprecht
Es tanzt das Ballett Chemnitz