Auch das Leipziger Ballett greift 21/22 die kreativen Fäden mit drei zentralen Premieren wieder auf: Im November präsentiert Ballettdirektor Mario Schröderseine choreografische Uraufführung »Rituale« zu Musik von Franz Schubert und Tōru Takemitsu, gespielt vom Gewandhausorchester unter musikalischer Leitung von Christoph Gedschold.

Noch bis zum 20. August 2021 läuft das Antragsverfahren der dritten Förderrunde von TANZPAKT Stadt-Land-Bund. Der Fonds unterstützt mehrjährige Projekte, deren Förderung sich aus einer Finanzierung durch den Bund und einer Ko-Finanzierung in mindestens gleicher Höhe durch Kommunen, Länder und ggf. weitere Förderer im Matchfunding zusammensetzt. Das Programm zur Exzellenzförderung im Tanz richtet sich an etablierte Künstler*innen, Ensembles und Produktionsstrukturen mit internationaler Ausstrahlung. Darüber hinaus werden Institutionen adressiert, die national herausragende und innovative Entwicklungskonzepte erarbeiten. Ziel ist die Realisierung substantieller Projekte, die zur künstlerischen wie strukturellen Weiterentwicklung, Stärkung und Profilierung der Kunstform Tanz in Deutschland beitragen.

Noch bis zum 5. August 2021 können Sie sich für eine TANZPAKT RECONNECT-Förderung bewerben. Künstler*innen, Kollektive, Produktionszentren, Spielstätten, Festivals, Archive, Produktionsbüros und Tanznetzwerke, natürliche und juristische Personen, sind eingeladen Anträge einzureichen, um ihre Strukturen, die aufgrund der Corona-Pandemie geschwächt wurden, zu erhalten und zu stärken. Ein besonderer Fokus richtet sich bei dieser zweiten Förderrunde auf die freien Tanzensembles im Bundesgebiet.

Mit „Frühlingsrausch“ präsentiert die Kompanie ab 24. September 2021 einen zweiteiligen Abend mit Maurice Ravels „Daphnis et Chloé“ und Igor Strawinskys „Le Sacre du Printemps“. Für beide Teile konnten Choreografen verpflichtet werden, die in Chemnitz bereits Spuren hinterlassen haben:
Eno Peçi („Daphnis et Chloé“) hatte im Frühjahr 2019 die Choreografie für „Schwanensee“ entwickelt, Robert Bondara („Le Sacre du Printemps“) war im Herbst 2019 für den Ballettabend zu Schuberts „Winterreise“ verantwortlich.

TANZ ZUM GENIESSEN, TANZ ZUM MITERLEBEN

Mit einem vielfältigen und interaktiven Programm geht TANZ | MODERNE | TANZ in seine siebte Auflage. Das internationale Festival für zeitgenössischen Tanz wird vom 16. bis 27. Juni 2021 an vielen Orten in Chemnitz, darunter im Schauspielhaus, im Opernhaus, in der St. Markuskirche und im Veranstaltungszentrum Kraftverkehr, gefeiert.

„Eine lange Zeit pandemiebedingter Einschränkungen und kultureller Dürre liegt hinter uns“, erklärt Sabrina Sadowska, Ballettdirektorin der Theater Chemnitz und Festivalleiterin: „Nun möchten wir voller Zuversicht den Blick nach vorne richten und uns freuen – auf Tanz im öffentlichen Raum, auf Straßen und Plätzen, im Theater und Kulturräumen, Tanz zum Mitmachen, sich bewegen und gemeinsam lachen.“

Die Jury hat entschieden – mit 1.35 Millionen Euro fördert TANZPAKT Stadt-Land-Bund die qualitative Weiterentwicklung von 8 Projekten der ersten und zweiten Förderrunde. Alle 15 Projekte der Pilotphase des Programms TANZPAKT Stadt-Land-Bund waren eingeladen, sich um die Förderung ihrer qualitativen Weiterentwicklung zu bewerben. Voraussetzung war auch bei dieser Ausschreibung eine mindestens 50%ige Kofinanzierung durch Kommunen und Länder.

Ensembles von Oper, Leipziger Ballett und Musikalsicher Komödie im Westbad

An fünf aufeinanderfolgenden Wochenenden werden Oper, Leipziger Ballett und Musikalische Komödie ab dem 12. Juni 2020 jeweils Freitag und Samstag zur Veranstaltungsreihe »Vorstellungskraft voraus!« mit einem eigenen Programm wieder auf der Bühne im Westbad zu sehen, hören und erleben sein. Der Veranstaltungsort im Leipziger Stadtteil Lindenau wurde von der Musikalischen Komödie in der Saison 2019/20 bereits als Ausweichspielstätte genutzt. Hierfür wurde eigens ein Hygienekonzept entwickelt, das Publikum und Mitwirkenden einen höchst möglichen Schutz vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus bietet. In kleiner Besetzung darf eine Vorstellungsdauer von einer Stunde nicht überschritten werden. Auch die verfügbaren Plätze für das Publikum wurden zur Einhaltung der geltenden Abstandsregeln entsprechend reduziert.

Der Choreograph Wagner Moreira  übernimmt ab der Spielzeit 2020-21 die Leitung der Tanzcompagnie der Landesbühnen Sachsen.

Im März 2010 kam er nach Dresden, um Master of Arts  in Choreografie an der Palucca Hochschule für Tanz zu studieren. Jetzt im August 2020 übernimmt er die Leitung der Tanzcompagnie der Landesbühnen Sachsen in Radebeul. Wagner Moreira ist hier und Europaweit in unterschiedlichen künstlerischen und pädagogischen Kontexten, Institutionen, Projekten und Produktionen tätig.

Im Jahr 2020 blickt das Leipziger Ballett auf zehn Jahre mit Ballettdirektor und Chefchoreograf Mario Schröder zurück. Aus diesem Anlass zeigt das Leipziger Ballett in der Saison 2020/21 eine Wiederaufnahme der Produktion  »Chaplin«, mit der Mario Schröder seinen choreografischen Einstand in Leipzig gegeben hat.

Ballett von Julio Arozarena nach William Shakespeare  Musik von Claude Bolling u. a.
 
Leidenschaftliche Liebe und unkontrollierte Eifersucht, große Freundschaft und Verrat, edler Charakter und perfide Absichten. Basierend auf dem gleichnamigen Drama von William Shakespeare widmet sich der neue Ballettabend „Othello“ des kubanischen Choreografen Julio Arozarena diesen zeitlosen Themen des menschlichen Lebens.

SEBASTIAN WEBER DANCE COMPANY + WAGNER MOREIRA

Der Sächsische Tanzpreis 2019 ging an die beiden Künstler Sebastian Weber und Wagner Moreira. Beide Preisträger präsentieren wir an einem Abend im LOFFT. Die Sebastian Weber Dance Company zeigt ihr Kurzstück TOUCH. Wagner Moreira, ausgezeichnet mit dem URSULA-CAIN-FÖRDERPREIS, zeigt das Gewinnerstück I PLAY D(E)AD.

LOFFT – DAS THEATER, SAAL – 04.04.2020, 20:00 Uhr
LOFFT – DAS THEATER, SAAL – 05.04.2020, 18:00 Uhr

Miet Warlops erstes Kinderstück ist ein Statement für kreative Unvernunft. Sie erzählt die verrückte Geschichte eines riesigen Bären, der seiner viel zu großen Niedlichkeit zum Opfer fällt.

LOFFT – DAS THEATER, SAAL – 27.03.2020, 18:00 Uhr
LOFFT – DAS THEATER, SAAL – 28.03.2020, 10:00 Uhr

TANZ SHOWING: KONTROL PATRICIA CAROLIN MAI (HAMBURG)

BODY IN PROGRESS: fünf Monate hartes Training liegen bereits hinter der Hamburger Tänzerin und Choreografin Patricia Carolin Mai, die für ihr aktuelles Solo KONTROL einen Wettkampf mit ihrem eigenen Körper begonnen hat.

LOFFT – DAS THEATER, PROBERAUM – 14.03.2020, 19:00 Uhr

Showcase III MILI[TANZ!] Tanzstück von Samuel Mathieu (Uraufführung)

Nach den beiden erfolgreichen Uraufführungen „Of Mavericks And Sheep“ (Anthony Missen, 2017) und „Persona“ (Peter Svenzon, 2019), bietet die Chemnitzer Company mit der Arbeit „Mili[tanz!]“ erneut einen Blick in den Ballettsaal. In der experimentellen Atmosphäre dieses Probenraums zeigt das Ballett Chemnitz neue Arbeiten internationaler Gastchoreografen, die in ihren Werken mit tradierten Konventionen brechen, um unerforschte künstlerische Territorien zu betreten.

PREISVERLEIHUNG - 15. LEIPZIGER BEWEGUNGSKUNSTPREIS

Der mit 5.000 Euro dotierte Leipziger Bewegungskunstpreis wird 2020 bereits zum 15. Mal verliehen. Der Preis und das in den letzten Jahren stattfndende Festival ist Schaufenster der besten freien Produktionen der Stadt sowie Höhepunkt der Theatersaison. Am 1. Februar 2020 wird der Bewegungskunstpreis nun zum letzten Mal am Ort seiner ersten Vergabe, dem LOFFT, verliehen. Der Bewegungskunstpreis ehrt in seinem Finale vor allem den aktuellen Jahrgang und Preisträger. Darüber hinaus will der 15. Leipziger Bewegungskunstpreis der Leipziger Freien Szene auch einen letzten positiven Schub geben. Auf der großen Gala lässt es der Preis mit Gästen und Gesten, Geschichten und Großartigkeiten noch einmal so richtig krachen! Freie Szene. Ausgezeichnet.

Der Nussknacker  - Ballett im Opernhaus Chemnitz

Der Nussknacker Ballett von Sabrina Sadowska nach der Erzählung von E. T. A. Hoffmann - Musik von Peter Tschaikowsky  
 
Es ist Heilig Abend, 1905 in Chemnitz. In der Villa Esche versammeln sich für das Weihnachtsfest die berühmten Chemnitzer Familien Esche, Vogel, Schönherr sowie Edvard Munch, der Künstler Max Klinger, der Architekt Henry van der Velde und der Chemnitzer Fabrikant Nevoigt. Es werden Geschenke ausgetauscht und Drosselmeier erzählt den Kindern die „Nussknacker“-Geschichte. Die Tochter Marie bekommt einen Nussknacker zum Geschenk. In der Nacht träumt sie die Geschichte, der Schlacht des Nussknackers gegen das Heer des Mäusekönigs...

TAG DER OFFENEN TÜR ZUM HERBSTRUNDGANG DER SPINNEREIGALERIEN

Das LOFFT startet zum ersten Mal am neuen Standort auf der Leipziger Baumwollspinnerei in eine neue Spielzeit. Für die zahlreichen Besucher*innen des Herbstrundgangs der Spinnereigalerien öffnet das Haus am 7. und 8. September 2019 seine Tore.

„Berlin Story – A re-imagining of Story”

Zum 100. Geburtstag des US-amerikanischen Choreografen Merce Cunningham im Jahr 2019 zelebriert Tanz im August einem dreiteiligen Abend in der Volksbühne. Das CCN - Ballet de Lorraine präsentiert „RainForrest“ (1968) und „Sounddance“ (1975), das Dance On Ensemble feiert mit „Berlin Story – A re-imagining of Story (1963)” Premiere.

KIJONG-DONG - 7. LEIPZIGER TANZTHEATERWOCHEN

KAROLIN STÄCHELE + COMPANY IMPALA (FREIBURG)

Bei dem Dorf Kijong-Dong handelt es sich um eine Attrappe, eine nostalgische Ruine der Zukunft. Eine Geisterstadt bestehend aus aufwendigen Häuserfassaden, die über Zeitschaltuhren mit Leben gefüllt werden stellt den Beginn einer Forschungsreise für zehn junge Menschen aus Freiburg dar. Sie stellen sich dem zentralen Thema, was sie sein sollen, weil es von ihnen erwartet wird und was sie eigentlich sind oder sein wollen.

Was der Körper erinnert. Zur Aktualität des Tanzerbes

Ausstellung, Aufführungen, Diskurse
24. August bis 21. September 2019, Akademie der Künste
 
Durch die Aktivitäten der Förderinitiative TANZFONDS ERBE gewinnt die Aktualität des Tanzerbes weltweit an Dynamik und Sichtbarkeit. Das Erbe der Tanzkunst ist immateriell. Dennoch schöpfen die zeitgenössischen Tänzer*innen und Choreograph*innen aus einer unglaublich reichen und kraftvollen modernen Geschichte, die mehr oder weniger das 20. Jahrhundert umfasst. 

GEOMETRISCHES BALLETT Hommage à OskarSchlemmer - Premiere

Eine beondere Premiere erwartet Tanzinteressierte mit der Aufführung des "Triadischen Ballett" als Hommage an Oskar Schlemmer. Bereits 1991/1992 wurde das Stück an der Akademie der Künste Berlin sowie in Braunschweig in Ansätzen aufgeführt. Das Stück von Ursula Sax überschreitet die Grenzen zwischen Skulptur, Performance, Tanz, Theater und Musik und regt alle Beteiligten zur kreativen Auseinandersetzung mit den Bauhaus-Traditionen und zeitgenössischen Sehgewohnheiten an.